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Start der kommunalen Wärmeplanung Mahlberg

Die Stadt Mahlberg hat sich entschlossen, diese wichtige Aufgabe anzugehen und eine Wärmeplanung durchzuführen, welche wir nun mit großem Engagement und Überzeugung vorantreiben.
Wir haben die Badenova Netze GmbH mit der Erstellung des kommunalen Wärmeplans beauftragt.

Das Projekt ist nun offiziell gestartet.

Mit der kommunalen Wärmeplanung wird entsprechend der Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes des Bundes eine Strategie für Mahlberg erarbeitet, um bis 2040 ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu heizen, wie es im Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg (KlimaG BW) vorgesehen ist. In den nächsten 14 Monaten werden dabei die wesentlichen Stellschrauben für die zukünftige Wärmeversorgung untersucht. Der Fokus liegt zum einen auf der Frage, wie der Wärmebedarf der Gebäude in Mahlberg reduziert werden kann und zum anderen, wie der verbleibende Wärmebedarf auf klimaneutrale Weise gedeckt werden kann.

Der Prozess der kommunalen Wärmeplanung soll darlegen, wie sich die Energiepotenziale und der Energiebedarf systematisch in Einklang bringen lassen. Diese Strategiefindung findet in folgenden fünf Schritten statt:

Eignungsprüfung

Im ersten Schritt wird eine sogenannte Eignungsprüfung für die Kommune durchgeführt. Hier wird geprüft, ob es in der Kommune Teilgebiete gibt, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für eine Versorgung durch ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz eignen. Für Teilgebiete, auf die das zutrifft, besteht dann die Möglichkeit eine verkürzte Wärmeplanung durchzuführen.

Bestandsanalyse

Im zweiten Schritt wird die gesamte Energie- und Gebäudeinfrastruktur sowie die dazugehörigen Wärmeverbräuche und Treibhausgasemissionen erfasst und ein sogenannter digitaler Zwilling, also eine virtuelle Abbildung des energetischen Zustandes der Stadt Mahlberg, erstellt.

Potenzialanalyse

Im nächsten Schritt werden sämtliche Potenziale zur Versorgung der Stadt Mahlberg mit erneuerbaren Energien erhoben. Dabei werden sämtliche erneuerbare Wärmequellen (Solarthermie, Geothermie, Biomasse etc.), erneuerbare Stromquellen (Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft etc.) und Abwärmepotenziale (Industrie, Abwasser, Rechenzentren etc.) betrachtet. Zudem werden das Potenzial steigender Energieeffizienz und die mögliche Energieeinsparung durch Gebäudesanierung berechnet.

Zielszenario

Auf Basis der Bestands- und der Potenzialanalyse werden verschiedene Szenarien erstellt und daraus dann ein energetisches Zielszenario für das Jahr 2040 mit Zwischenzielen definiert. Dieses soll die zukünftige klimaneutrale Energieinfrastruktur unter Einbindung der ermittelten Potenziale darstellen. Dabei werden auch sogenannte Eignungsgebiete beschrieben, in welchen die Wärmeversorgung entweder zentral (z.B. über Wärmenetze) oder mit Einzellösungen (z.B. mit Wärmepumpen) erfolgen kann.

Umsetzungsstrategie

Der fünfte Schritt ist die Umsetzungsstrategie diese beschreibt Maßnahmen, mit welchen das Zielszenario erreicht werden soll. Diese Maßnahmen gilt es nach Erstellung des Wärmeplans in die Umsetzung zu bringen. Der kommunale Wärmeplan soll in den Planungsalltag der Kommunen integriert werden. Alle fünf Jahre soll der Wärmeplan überprüft und der Umsetzungsstand der Maßnahmen überwacht werden. Bei Bedarf muss der Wärmeplan aktualisiert werden.

Geplant ist zudem ein Beteiligungs- und Kommunikationskonzept, um alle relevanten Akteure vor Ort sowie Bürgerschaft in Mahlberg zu informieren und zu beteiligen.

Mit der Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung kommt die Stadt Mahlberg ihrer im WPG formulierten Pflicht nach und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende. Für die Erfüllung dieser Aufgabe wird die Stadt Mahlberg mit finanziellen Mitteln des Landes unterstützt.
Kommunale Wärmeplanung - 04.08.2026 - 260731 Öffentliche Bekanntmachung MTB.pdf